Mein Traumtagebuch

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Freitag, 29. Mai 2015

Die Sonderaktion unseren Bekannten



19.5.2015

Marcel, unser Bekannter und örtlicher Unternehmer, veranstaltet heute eine besondere Aktion in der Stadt. Er möchte mehr Kunden gewinnen und hat sich eine Art Gewinnspiel ausgedacht. In der letzten Zeit laufen die Geschäfte nicht ganz so rund, denn in die Nachbarschaft hat einer seiner Konkurrenten eine neue Filiale aufgemacht.

Natürlich wollen wir Marcel unterstützen und kommen ganz pünktlich zu seinem Geschäft. Alles ist festlich geschmückt, viele Luftballons weisen den Weg hin und eine laute Musik heißt die Kunden und Teilnehmer des Gewinnspiels willkommen. Als wir auf dem Weg an dem Konkurrenzladen vorbei fahren, sehen wir, dass dort das gleiche Gewinnspiel veranstaltet wird. Zum Gewinnen gibt’s, wie bei Marcel auch, ein nagelneues Auto. Ich frage mich nur, wie der gute Mann so schnell von Marcels Aktion erfahren hat und eine eigene auch noch organisieren konnte.

Als wir zu Marcel kommen, erzählen wir ihm die schlechte Nachricht von der Konkurrenz. Natürlich ist er nicht davon begeistert, muss aber seine Aktion jetzt auf jeden Fall durchführen. Das ganze Gewinnspiel ist wie ein Quiz aufgebaut und die Teilnehmer sollen eine Aufgabe nach der anderen lösen. Wer alle Fragen richtig beantwortet und die Aufgaben korrekt löst, kann sich der große Gewinner nennen.

Der Quiz fängt mit relativ einfachen Fragen an, der Schwierigkeitsgrad steigert sich aber von Aufgabe zu Aufgabe. Viele der geladenen Gäste machen sich Hoffnungen auf den Sieg, scheitern aber schnell an den kniffligen Fragen und fallen raus. Ich und Steve schaffen es bis zum Finale. Nach einer kurzen Pause gelingt es uns tatsächlich das ganze Quiz zu gewinnen. Steve freut sich sehr und in einer feierlichen Übergabe nimmt er sein Preis entgegen. Es ist ein neuer Sportwagen, schwarz und innen drin kann man noch den Neugeruch wahrnehmen.

Sehr glücklich geht dann mein Mann mit Marcel in das Büro, um die Formalitäten rund um das neue Auto zu erledigen. Nach einigen Minuten kommt Steve wieder raus und ist sehr sauer. Zuerst verstehe ich nicht, was los ist, dann erfahre ich aber, dass die Aktion nur zum Guten von Marcel kommt. Er kauft den Wagen direkt von dem Hersteller in Bar, der Gewinner soll es aber in Raten abzahlen und die Zinsen gehen komplett in die Tasche von Marcel. Die Rate würde 4.000 Euro betragen, was sich Steve und ich nicht leisten können. Außerdem, hätten wir das Geld dafür, könnten wir uns so ein Neuwagen selbst leisten und müssten nicht bei einem Quiz mitmachen.

Wie gewonnen, so zerronnen. Auf den Preis mussten wir bei diesen Konditionen verzichten. Später erfahren wir, dass der Konkurrent sein Gewinnspiel etwas anders gemacht hat. Der Gewinner muss zwar auch was in den Gewinn investieren, es ist aber nur die Hälfte des Neuwagenpreises. Offensichtlich hat er bessere Konditionen von dem Hersteller aushandeln können und somit schlägt er die Aktion von Marcel.

Auf einer Seite glücklich über den Sieg, andererseits sehr traurig über die gescheiterte Aktion von unserem Bekannten, wird dieser Tag zwischen mir und Steve noch das Gesprächsthema der nächsten Woche bleiben.

Freitag, 20. März 2015

Der Erfinderwettbewerb



14.03.2015

Ich nehme an einem großen Wettbewerb teil. Es geht um Erfindungen aller Art. Die Projekte der Teilnehmer sollen in vier verschiedenen Runden vorgestellt werden. In jeder Runde wird ein Gewinner bekannt gegeben und die Veranstaltungsorte sind an unterschiedlichen Schauplätzen und Tagen.

Der erste Ort ist eine Skipiste hinter der Stadt. Ich fahre hin und desto näher ich komme, umso kälter ist es. Ich finde ein Parkplatz direkt vor dem Eingang, nehme mein Prototyp meiner Erfindung aus dem Kofferraum und gehe direkt in den Veranstaltungssaal. Dort warten andere drei Mitstreiter mit ihren Projekten. Leider habe ich kein Glück und ein anderer gewinnt diese Runde.

Eine Woche später findet die nächste Runde in einem Einfamilienhaus statt. Und wieder sind dort nur vier Teilnehmer. Als ich meine Erfindung vor der Jury präsentiere, stelle ich fest, dass an meinem Prototyp ein kleines Teil fehlt. Dadurch disqualifiziere ich mich selbst an diesem Tag. Sehr ärgerlich, kann aber passieren. Sehr sauer auf mich selbst fahre ich wieder nach Hause und mache mich sofort auf die Suche nach dem fehlenden Teil.

Nächste Woche, nächstes Glück. Das Teil habe ich gefunden und mein Prototyp läuft wieder einwandfrei. Diesmal fahre ich zu einem Kino. Der Zuschauerraum ist halb leer und auf dem kleinem Podium vorne unter der riesigen Kinoleinwand steht ein langer Tisch mit einem goldenen Pokal. Wiedermal sind wir nur zu viert. Einer nach dem anderen stellen wir unsere Projekte vor. Wie die letzten Male, habe ich auch diesmal kein Glück. Erst nachhinein erfahre ich, dass der junge Mann, der hier diese Runde gewonnen hat, nur deswegen von der Jury gekürt wurde, weil er im Rollstuhl war. Ich finde es eigentlich sehr unfair. Wir sollten doch alle gleich behandelt werden. Eine Behinderung ist zwar schlimm, aber sollte nicht bevorzugt werden.

Wie auch immer… Ich bereite mich sehr gründlich für die nächste und letzte Runde. Nur noch ein Gewinner soll bestimmt werden. Der letzte Veranstaltungsort ist das Kulturhaus der Stadt. Ich und meine drei andere Konkurrenten stehen auf der kleinen Bühne in einem Kinosaal des Gebäudes und im Zuschauerraum sitzt die Jury. Einen Juror erkenne ich, es ist Marcel, ein Bekannter von mir.

Als ich an die Reihe komme und mein Projekt vorstellen soll, überkommt mich plötzlich Lampenfieber und meine Hände fangen an zu zittern. Irgendwie bin ich nicht ganz dabei und alles, was ich anfasse, fällt mir aus den Händen. Ich schaffe es auch diesmal nicht. Ein junger Mann bekommt den letzten Preis.

Nach dem Wettbewerb unterhalte ich mich noch eine Zeit lang mit einer der Mitbewerberinnen. Es ist ein junges Mädchen und wir verstehen uns auf Anhieb sehr gut. Wir tauschen unsere Telefonnummern aus und verabreden uns für die nächsten Tage. Unser Plan ist ein gemeinsames Projekt, der auf jeden Fall im nächsten Jahr eins der Preise gewinnen wird. Da sind wir uns sicher!

Donnerstag, 19. Februar 2015

Ein Pokerturnier und der Lotteriegewinn



13.02.2015

Es ist Samstagabend. Ich und Steve nehmen an einem großen Poker Turnier in einem der Veranstaltungsräume des örtlichen Kinozentrums teil. Es handelt sich um eine Veranstaltung der Pokerliga, in der wir seit einiger Zeit mitspielen. Jeder von den heutigen Spielern hat eine persönliche Einladung bekommen, nach dem er sich für dieses Turnier qualifiziert hat. Man könnte sagen, es ist die Auswahl der besten…

Das Turnier startet relativ pünktlich und zieht sich bis in die Nacht. Ich und Steve schaffen es sogar bis zu dem „Final Table“. Ich fühle mich sehr gut und bin mit meinem Spiel zufrieden. Die ersten drei kommen ins Geld und der Gewinner wird als bester Spieler der Liga ausgezeichnet. Es läuft zwar alles sehr gut, trotzdem schaffen wir es nicht in die bezahlten Ränge zu kommen. Am  nächsten Tag soll dann die feierliche Pokal-und Preisübergabe stattfinden.

Nach der langen Nacht, gönnen wir uns mit Steve erst einmal einen langen Schlaf und stehen erst am Mittag auf. Es ist ja Sonntag und wir genießen ein spätes Frühstück auf der Terrasse. Am Nachmittag fahren wir dann zu der Preisverleihung. Als wir ankommen, ist der gebuchte Saal bereits voll. Es ist ein Kinosaal, gleich neben dem Raum, wo ein Tag vorher das Turnier stattgefunden hat. Wir setzen uns auf die letzten zwei freien Plätze und warten auf den Ligamanager, der eine Rede halten soll.

Als er endlich vorne die Bühne betritt, wird in dem Saal alles ganz still. Alle Aufmerksamkeit richtet sich auf ihn und die Leute warten, was jetzt passiert. Die Rede dauert nicht sehr lange, dann folgt die Preisübergabe und anschließend eine ganz wichtige Durchsage über das nächste Turnier. Dieses wird in einer Woche an gleichem Platz gespielt. Es handelt sich um eine Veranstaltung, von der ein Teil der Einnahmen einem guten Zweck gespendet wird. Zusätzlich kann jeder der Spieler an eine Art Lotterie teilnehmen. Die Tickets dazu werden im Anschluss verkauft.

Mit Steve überlegen wir ganz kurz und dann tragen wir uns für das Turnier ein und kaufen auch einen Lotterieschein. Mal schauen, ob wir Glück haben.

Eine Woche später ist es dann soweit. Leider ist uns etwas dazwischen gekommen und wir können nicht pünktlich kommen. Steve ruft den Turniermanager an und sagt ihm Bescheid, dass wir uns etwas verspäten, er soll bitte die Blinds laufen lassen. Wenn wir endlich da sind, ist das Turnier schon bei der vierten Blind Level angekommen und eine kurze Pause wird angesagt. Für alle Spieler ist ein großes Buffet aufgestellt und alle laufen schnell hin, um sich das Beste von dem Angebot zu schnappen.

Wir setzen uns an einen Tisch an der Wand und warten bis das Turnier wieder anfängt. Zwischendurch werden die Gewinnzahlen der Lotterie gezogen. Es gibt nur zwei Gewinner an diesem Tag. Steve holt unser Ticket aus seiner Tasche und wir warten. Die gezogene Nummer ist 103809. Unser Tischnachbar, Rick, mit dem wir schon länger in der Liga zusammen spielen, springt auf und freut sich über den Gewinn. Als Steve die Nummer auf unserem Ticket anschaut, sagt er zu mir, es war knapp daneben. Wir haben die Nummer 103810. Das war es dann. Es ist unwahrscheinlich, dass die unsere Nummer den zweiten Preis gewinnt. 

Fast schmeißt er das Ticket weg, wenn die Ansage der zweiten Gewinnnummer kommt. Es lautet 103810! Es ist ein wirklicher Zufall. Wir haben tatsächlich gewonnen! Unglaublich, aber Wahr!