Mein Traumtagebuch

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Samstag, 10. Januar 2015

Die Party, die schief läuft



04.01.2015

Heute Abend sind wir, ich und mein Mann, zu ein paar alten Bekannten eingeladen, die wir schon seit einem Jahr nicht mehr gesehen haben. Sie sind jetzt ganz frisch wieder in unsere Gegend gezogen und die Feier soll eine Einweihungsparty sein. Da die Einladung sehr kurzfristig kam, besorge ich am Abend noch auf die Schnelle eine Flasche Wein und eine Bonboniere für die Hausherren.

Die Stadtviertel, in der sich das neue Zuhause unserer Bekannten befindet, ist sehr nobel und hochgehoben. Das Haus ist auch nicht das „hässlichste“. Es ist eher auf eine Villa als ein kleines Einfamilienhaus. Es hat zwei Stockwerke, einen breiten Eingang im Südstaaten Stil. Die Eingangshalle ist auch nicht zu verachten, hohe Decke, viel Licht und ein riesiger Raum, der in die offene Küche, Ess- und Wohnbereich übergeht. Wirklich beachtlich. In dem oberen Stockwerk befinden sich dann alle Schlafräume und ein Gästezimmer.

Wiedersehensfreude mit unseren Bekannten ist groß, ich beglückwünsche sie zu dem ausgesuchten Haus, wirklich eine gute Wahl. Die anderen Gäste treffen nach und nach ein. Ich kenne keinen von den Leuten, meistens sind es die neuen Nachbarn oder Freunde von denen, die ich nie vorher getroffen habe. Die Party geht dann richtig los und alle feiern mit.

Irgendwann mal zu Mitternacht möchte uns die Hausherrin eine Show bieten. In der Ecke des Wohnbereichs ist eine Poolstange aufgestellt. Sie möchte uns eine Vorstellung geben, die sie schon Tage vorher einstudiert hatte. Ich bin sehr gespannt, da sie nicht gerade eine sportliche Person ist. Ich lass mich aber gerne überraschen. Sie greift nach der Stange und fängt an sich um sie herum zu drehen. Sie dreht sich immer schneller, mit einem heftigen Schwung, der mir irgendwie Angst macht. Ich schaue immer wieder zur Decke, wo die Stange befestigt ist und mach mir Gedanken über die Stabilität des Gerätes. Plötzlich kann ich in der oberen Hälfte eine Veränderung erkennen. Die Stange fängt an sich zu biegen, an einer Stelle zieht sich das Material in die Länge und wird an dieser Stelle immer dünner. Es dauert nicht lange und das Material lässt nach. Es kracht und unsere Bekannte samt Poolstange fliegt mit aller Wucht gegen die Wand. In erstem Moment des Erschreckens denken wir alle, dass sie den Aufprall nicht überlebt hat.

Dann sehen wir aber eine kleine Bewegung und ihren Mann, wie er sich über sie beugt und mit ihr redet. Sie ist auf jeden Fall schwer verletzt. Die Stange hat sich durch ihren Rücken durchgebohrt und sie blutet sehr stark. Ein Krankenwagen wird sofort gerufen. Ich und mein Mann begleiten sie zum Krankenhaus, in die Notaufnahme. Sie wird umgehend in den OP Saal gebracht. Mit ihrem Mann warten wir im Warteraum.

Die Zeit des Wartens zieht sich bis in die frühen Morgenstunden und wir verkürzen uns die Zeit mit fernsehen. Ich schaue zwar auf den TV, der an der Wand angebracht ist, nehme die Sendung aber nicht ganz Wahr. Erst später realisiere ich, was da gezeigt wird. Es ist ein Film über ein kleines Mädchen, das aus Versehen irgendwelche blauen Pillen nimmt, da es denkt, es sind süße Bonbons. Nach einer Weile färben sich ihre Lippen blau und sie fällt ins Koma. Sie muss umgehend ins Krankenhaus gebracht werden, ansonsten stirbt sie. Ob es das Richtige für die Wartenden ist, wage ich zu bezweifeln, auf jeden Fall hat es mich auf ein paar andere Gedanken gebracht.

Dienstag, 11. November 2014

Der Straßenunfall und die bunten Vögel



07.11.2014

Mit meiner Cousine sind wir unterwegs. Wir haben einen Ganztagesausflug gemacht und jetzt sind wir auf dem Weg nach Hause. Leider haben wir den dichten Feierabend Verkehr erwischt und stecken ein wenig in Stau. 

Als es sich wieder etwas lockert, entscheiden wir uns die Autobahn zu verlassen und einen anderen Weg zu nehmen. Es dauert zwar länger, aber wir haben keine Eile und können gleichzeitig die Gegend bewundern. Wir fahren die Landstraße Richtung Stadt. Plötzlich sehen wir einen entgegen fahrenden roten Lieferwagen, wie er nach links abbiegen möchte. Wir sind noch weit genug und fahren auch nicht so schnell, also biegt er ab. Erst jetzt realisieren wir, dass er nicht abbiegen, sondern drehen möchte. Leider schafft er die ganze Drehung nicht ganz und fährt an den Hügel neben der Straße auf. Das Auto neigt sich langsam nach links und wir können sehen wie er auf die Seite fällt. Meine Cousine, die am Steuer sitzt, bremst sofort und hält bei dem Wagen an. Wir steigen aus und schauen nach dem Fahrer. Zum Glück war er nicht zu schnell und ihm ist nichts passiert. Wir helfen ihm aus dem Auto raus und wählen die Notrufnummer.

Als die Rettungskräfte und die Polizei ankommen, kriegen wir die Anweisung in den nächstliegenden Hotel zu fahren und dort warten, bis jemand kommt und unsere Aussage aufnimmt. Das tun wir auch. Das Hotel ist ein sehr renommiertes und luxuriöses Anwesen. Meistens sind dort Geschäftsleute untergebracht. Während wir in der Eingangshalle auf die Beamten warten, muss plötzlich meine Cousine für kleine Mädchen und fragt an der Rezeption nach dem Weg. Sie wird nach oben geschickt und verschwindet auf der Treppe zum ersten Stock.

Wenn sie zurück kommt, sind auch die Polizeibeamten da und nehmen gleich meine Aussage auf. Mit meiner Cousine, sagen sie, wird es etwas länger dauern, also wenn ich möchte, rufen sie mir ein Taxi, das mich nach Hause fährt.

Der Taxifahrer lässt mich auf der Hauptstraße aussteigen und ich laufe den kurzen Stück zum Haus zu Fuß. Auf einmal sehe ich zwei Männer in blauer Uniform, wie sie unter einem Baum stehen und nach oben schauen. Erst einmal denke ich mir nichts dabei. Nach ein paar Schritten beobachte ich, dass sie an einer Hecke auch Ausschau nach etwas halten. Ich komme näher und sehe einen Kanarienvogel in dem Baum. An der Hecke angekommen, erblicke ich ein ganz seltenes Perlhuhn mit weißen schimmernden Federn und buschigem Schwanz, wie bei einem Pfau. Erst jetzt realisiere ich, dass die Vögel einer Nachbarin gehören und sie ihr bestimmt weggeflogen sind. 

Ich spreche die zwei Männer an. Sie erzählen mir, dass sie angerufen wurden, die Vögel einzufangen. Es gestaltet sich aber sehr schwer, da sie sehr scheu sind und wenn sich jemand auf eine bestimmte Distanz nähert, fliegen sie sofort weg. Jetzt muss ich daran denken, dass als ich heute Morgen aus dem Haus rauskam, die Nachbarin in ihrem Fenster gesehen habe. Das Fenster war ein Spalt offen und sie beugte sich über den Rahmen nach draußen und machte, für mich, unerklärliche und komische Bewegungen mit ihren Händen. Schon da mussten ihr die ersten Vögel weggeflogen sein. Es muss für sie ein herber Schlag sein, sie lebt alleine, hat keine Familie und die einzige Freude, was sie hat, sind die kleinen Federfreunde.

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Familienfrühstück und der Unfall



04.10.2014

In der Nacht konnte ich nicht gut schlafen. Ich war ständig wach und hörte irgendwelche ganz komische Geräusche von der Nachbarschaft. Jedes Mal aber, als ich aus dem Fenster schaute, konnte ich nichts entdecken. Es war alles ganz unheimlich. 

Meine Mutter bereitet gerade das Frühstück. Jeden Moment erwarten wir meinen Bruder mit seiner Frau und den Kindern. Es wird wieder voll und laut in der kleinen Wohnung. Ich mache mich schnell fertig, wir wollen ja nachher alle zusammen in die Stadt gehen und ein paar Sachen für unseren Urlaub einkaufen. Als ich endlich fertig bin, kommen auch die anderen gerade die Tür rein. Die Kinder laufen zu mir und umarmen mich, sie freuen sich sehr über das Wiedersehen. Meine Mutter hat das Frühstück fertig und alle setzen wir uns an den Esstisch in der Küche. Ich genieße es wirklich, ich liebe es früh am Morgen, wenn die ganze Familie am Tisch frühstückt und sich über alles Mögliche unterhält. Natürlich ist es den Kindern irgendwann mal langweilig und sie laufen hin und her durch die Wohnung. Bevor was passiert, stehen wir alle auf und ziehen uns die Jacken an, um endlich in die Stadt zu gehen. Die kleine Michaela kann es nicht mehr abwarten. Sie nimmt ihren Rucksack, macht die Eingangstür auf und läuft zur Treppe. Sie will auch schon runter, wenn sie plötzlich ausrutscht und die Treppe runter fällt. Alle springen wir sofort auf und laufen hin. Die Kleine hat sich den Kopf aufgeschlagen und Teil des Knochens ist abgebrochen. Meine Schwägerin ist als Erste bei ihr. Sie ist Krankenschwester, also weiß sie was zu tun ist. Sie nimmt den Knochen und drückt ihn wieder zurück auf seinen Platz. Sie schreit zu meinem Bruder, er soll sofort einen Krankenwagen rufen. Die Kleine liegt immer noch teils auf der Treppe und teils auf dem Boden, mit dem Kopf nach unten. 

Die Ambulanz ist relativ schnell da, kleine Michaela wird auf der Trage in den Wagen gebracht und ins Krankenhaus gefahren. Janka, meine Schwägerin, fährt mit. Ich und mein Bruder fahren denen nach und meine Mutter bleibt mit den anderen zwei Kindern zu Hause. Somit haben sich unsere Einkaufspläne für heute erledigt.

Im Krankenhaus fragen wir uns mit meinem Bruder durch. Es dauert eine Zeit lang, bis wir die richtige Abteilung und das richtige Zimmer finden. Mittlerweile wurde meine Nichte operiert und der Kopf ist komplett unterm Verband verschwunden. Sie schläft noch und wir versuchen mit dem Arzt zu reden. Wenn er endlich für uns Zeit hat, sagt er uns, dass alles glatt verlaufen ist, es war eine sehr gute Reaktion den Knochen an die richtige Stelle zu drücken, so konnten sie es wieder annähen und die Kleine wird wieder ganz wie vorher. Wir alle sind sehr erleichtert über diese Nachricht und laufen wieder zum Zimmer von Michaela. Mittlerweile ist sie aufgewacht, sie starrt uns an, lächelt und versteht nicht ganz was passiert ist. Wir erklären ihr, dass alles wieder in Ordnung sein wird, sie muss nur ein paar Tage hier bleiben. Bis wir zusammen in den Urlaub fliegen, wird sie wie neu sein. Auf jeden Fall wird sie nichts verpassen.