Mein Traumtagebuch

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Sonntag, 29. März 2015

Das Pokerturnier und eine Tattoo Studio Promotion



22.03.2015

Heute findet ein großes Poker Turnier statt. Der Hauptgewinn sind $100 und ein Pokal. Ich und Steve haben uns gestern mit einem anderen Spieler verabredet, dass wir ihn abholen und dann alle zusammen zu dem Turnier fahren. Er ist momentan ohne Auto und Steve hat ihm angeboten ihn mitzunehmen.

Am Nachmittag sind wir beide schon sehr aufgeregt und können es nicht mehr bis um 18 Uhr abwarten. Kurz davor mache ich mich fertig, Steve zieht sich um und wir steigen in den Wagen. Irgendwie ist unsere Aufregung so groß, dass wir vergessen den Angelo abzuholen. Leider stellen wir es erst bei unserer Ankunft in dem Restaurant, wo das Turnier stattfinden soll, fest.

Steve versucht den Angelo, auf seinem Handy zu erreichen, kommt aber nicht durch. Zuerst ist es besetzt und später komplett aus. Kurz nachher sehen wir aber wie Angelo aus einem ganz noblen Wagen aussteigt. Der Fahrer ist eine sehr attraktive Dame mittleren Alters. Als er an uns vorbei läuft versucht Steve sich bei ihm zu entschuldigen. Angelo beachtet ihn aber gar nicht und läuft an ihm ohne ein Wort zu sagen vorbei. Er ist sehr sauer und kann es uns im Moment nicht verzeihen.

Heute sind ganz viele Spieler gekommen und nicht alle Spieltische finden Platz innen drin. Ein paar müssen draußen im Hof aufgestellt werden, wodurch sich natürlich auch die Startzeit verschiebt. Als es endlich soweit ist und alle ihren Platz an den Pokertischen gefunden haben, folgt die Ansprache des Pokermanagers. Während dessen beobachte ich das Lagerfeuer draußen im Hof, wie die Flammen immer größer werden und plötzlich die Kohlestücke durch die Luft fliegen.

Das Turnier startet, ich kann mich aber nicht ganz konzentrieren. Immer wieder muss ich an die glühenden Kohle denken und versuche sie im Auge zu behalten. Plötzlich höre ich Schreie von innen drin. Der Pokermanager läuft rein, um nachzuschauen, was los ist. Ich bin auch neugierig und laufe ihm nach. Ich kann den Raum kaum wieder erkennen, es sieht aus als kleine Meteoriten die Pokertische attackieren würden. Es sind die kleinen heißen Kohlestücke, die durch die Gegend flogen. Sie haben den Weg von draußen nach innen gefunden und in dem edlen grünen Stoff auf den Pokertischen unzählige Brandlöcher verursacht.

Als der Manager und der Restaurantchef das Lagerfeuer draußen löschen und die Ursache des Horrors beseitigen, wird nochmal kurz aufgeräumt, die beschädigten Tische werden ausgetauscht  und das Turnier kann weiter laufen. Die Sitznummern werden neu gezogen und ich bekomme diesmal einen Platz innen drin. Leider habe ich heute kein Glück und scheide ziemlich früh aus.

Der Pokermanager hat heute seine neue Freundin und ihren Sohn mitgebracht. Der junge Mann ist ein Tattoo Künstler und will in Kürze ein eigenes Studio eröffnen. Heute und hier will er ein wenig Werbung für sich machen. Die zwei Töchter des Pokermanagers sind auch da und sollen dem jungen Mann assistieren. Sie richten eine kleine Tattoo Ecke in dem Restaurant ein und jeder, der aus dem Turnier rausfliegt, kann ein kostenloses Tattoo bekommen. Etwas ungewöhnlich, aber ich finde die Idee gar nicht mal so schlecht – eine Art Trostpreis für die Verlierer! Ich muss so oder so auf meinen Mann warten und entscheide mich mir was Kleines auf den Rücken machen zu lassen. Da ich keine Idee habe, was passen würde, überlasse ich das Motiv und die Darstellung komplett dem Künstler. Mal sehen, was mein Mann später dazu sagt.

Freitag, 17. Oktober 2014

Das Schicksal der jungen Familie



13.10.2014

Diesmal habe ich ganz spät Feierabend. Roberto, mein Chef, ist immer noch hinten im Lager und repariert eine der Maschinen. Ich gehe zu ihm und sage, dass ich jetzt nach Hause gehe. Ich mache das Büro zu und die große schwere Eingangstür zum Lager lass ich ein Spalt offen. In dem Moment sehe ich, dass noch ein paar Kunden kommen, ich führe sie nach hinten zu Roberto und lasse sie mit ihm allein.

Draußen ist es schon dunkel geworden und ich soll mich mit einer alten Schulfreundin in der Stadt treffen. Vorher muss ich aber noch nach Hause gehen, um mich umzuziehen. Ich wohne in einem ehemaligen Schloss am Stadtpark, der früher zu der Schlossanlage gehört hat. Als ich durch den Park laufe, begegne ich ein paar Jugendlichen, die dort ein Zeltlager aufgebaut haben und jetzt beim Lagerfeuer sitzen. Plötzlich springt einer von den Jungs auf und läuft zu dem Gittertor am Parkeingang. Ein zweiter folgt ihm und als er ihn einholt, versucht er ihn zu beruhigen. Ich weiß nicht was passiert ist, sah aber aus, als ob der eine sich fürchterlich erschreckt hatte.

In meiner Wohnung ziehe ich mich schnell um und mach mich sofort auf den Weg in die Stadt. Meine Freundin wartet schon auf mich. Eigentlich wollten wir zusammen was essen und trinken gehen, da sagt sie zu mir, dass sich die Pläne etwas verschieben. Sie hat gerade einen Anruf gekriegt von seinem Cousin, sie soll ihm beim Umzug und Neueinrichtung der Wohnung helfen. Er ist gerade mal vor ein paar Tagen Vater geworden und in die Wohnung sollte er mit seiner jungen Frau schon längst einziehen. Ich bin zwar nicht begeistert, gehe aber mit, vielleicht kann ich irgendwie auch behilflich sein.

Am anderen Ende der Stadt, in einer Siedlung, mit ganz netten zweistöckigen Wohngebäuden, finden wir dann das richtige Haus von dem Cousin. Er ist schon da, zusammen mit ihm seine Mutter und seine Frau mit der kleinen Tochter auf dem Arm. Sie verlieren keine Zeit und zeigen uns, was zu tun ist. Ich soll die neuen Gardinen im Wohnzimmer anbringen. Ich schnappe mir also die kleine Trittleiter und die schwere Gardine und steige die Stufen auf der Leiter hoch. Es ist mir etwas schwindlig um den Magen herum, ich überwinde das Gefühl und mach mich an das Befestigen der Gardine. Plötzlich höre ich ein leises Knacken. Erst einmal beachte ich es kaum, als es aber immer lauter wird, versuche ich die Quelle ausfindig zu machen. Ich schaue mir das Fenster an, die Wände, die Decke, Gardinenstange, kann aber die Ursache nicht finden. Dann auf einmal knallt es über meinem Kopf und die Wand um den Fenster rum bricht horizontal wortwörtlich in zwei Teile zusammen. Ich springe von der Leiter runter und falle auf den Boden. Ich sehe nur wie ein großer Betonklotz an meinen Füßen landet. Alle anderen sind sofort bei mir und können ihren Augen nicht trauen, was da gerade passiert ist. Ich stehe auf und erst jetzt sehe ich das riesige Loch in der Außenwand, wo früher das Fenster war. 

Ich glaube mit dem Einrichten der neuen Wohnung hat sich es erstmals erledigt. Alle gehen wir in das Restaurant um die Ecke, essen und trinken etwas, während der Cousin meiner Freundin die Baufirma und den Verwalter zu erreichen versucht. Es ist ein herber Rückschlag für die junge Familie, bis die ganze Angelegenheit geregelt wird, werden sie bei seiner Mutter unterkommen müssen.

Donnerstag, 11. September 2014

Die Community am See



07.09.2014

Mit meinem Mann, Steve, treffen wir meinen Bruder und seine Familie an dem großen See hinter der Stadt. Sie haben dort ein Wochenendhaus gekauft und uns eingeladen, um es zu feiern. Der See ist nicht weit, dauert heute aber doppelt so lange, da es Samstag ist, ein wirklich schöner Sommertag und alle wollen ans Wasser.

Als wir ankommen, wartet mein Bruder draußen vor dem Häuschen und winkt uns zu. Meine zwei Nichten laufen sofort raus, um uns zu empfangen und mein kleiner Neffe gleich hinterher. Janka, die Frau von meinem Bruder, hat schon auch das Abendessen fertig, so dass wir gleich am Tisch Platz nehmen können. Beim Essen erzählt mein Bruder, wie er das Häuschen gekauft hat und dass die Leute hier am See eine ganz große Community sind und alle zusammen halten. Sie sind wie eine große Familie, jeder hilft jedem und sie treffen sich regelmäßig einmal in der Woche zu einem gemeinsamen Grillen unten am Ufer. So ein Abend ist morgen und wir müssen alle hin.

Ich habe zwar keine große Lust zu diesem abendlichen Treffen zu gehen, aber es ist bestimmt nicht verkehrt die Leute hier kennen zu lernen. Außerdem sind es alles Freunde von meinem Bruder. Wir müssen ja nicht lange bleiben.

Am nächsten Tag gehen wir alle runter an den kleinen Strand zum See. Schon aus der Ferne sehen wir ein großer Lagerfeuer und ein paar Leute rund herum. Es ist noch nicht ganz dunkel, die Sonne geht gerade runter. Unten angekommen, kann ich erkennen, dass der Strand, bzw. der Ufer vom See weiter nach rechts verläuft und dort ein abgesperrter Bereich ist. Was ich nicht wusste, dort ist ein Pool, der alle Community Mitglieder nutzen können. Momentan ist er komplett beleuchtet und ein paar Leute sitzen bereits am Rande des Pools oder an den Tischen neben dran. Mein Bruder führt mich und Steve rum und stellt uns allen vor. Es ist wirklich sehr schwer sich so viele verschiedene Namen auf Anhieb zu merken, aber ich versuche mein Bestes. Nach der Vorstellungsrunde, lässt uns mein Bruder dann allein, er muss zurück zu dem Lagerfeuer.

Wir laufen ein wenig um den Pool herum und reden mit den Leuten. Plötzlich sehe ich eine bekannte Person am Rande des Schwimmbeckens sitzen. Es ist Barbra Streisand und in der Hand hält sie ein Glas Martini. Ich gehe zu ihr, um mich zu überzeugen, dass sie es wirklich ist. Als sie mich sieht, lächelt sie mich an und winkt mir zu. Als ich näher komme, kann ich erkennen, dass sie bereits nicht nur ein Glas getrunken hat, sie schwenkt sich von einer Seite zu anderen und erzählt mir, wie sie dorthin gekommen ist und dass alles hier nur ein Schein ist und die Leute nicht so nett sind, wie sie sich geben. Dann bittet sie mich ihr noch ein Glas Martini zu bringen. 

Ich nehme ihr Glas und laufe zu dem einen großen Tisch, wo das Buffet aufgestellt ist und auch die Getränke stehen. Irgendwie denke ich, dass sie schon genug getrunken hat und anstatt Martini, fülle ich das Glas mit Limonade. Ich muss immer wieder an ihre Worte denken und irgendwie bekomme ich das Gefühl, dass dies nicht der richtige Ort für meinen Bruder und seine Familie ist.